Alle Jahre wieder: Emil´s Bericht + Ergebnisse Neujahrsschießen 2015

Geschrieben von Emil Treuer. Veröffentlicht in Berichte.

Dieses Jahr ist unser Dreikönigsfest richtig gemütlich, zünftig und fröhlich abgelaufen. Obwohl wir Vollmond hatten und einige doch nicht ganz so gut geschlafen haben sind doch etwas früher vor Ort gewesen und um 8:30 mit dem Aufbau angefangen. Da wir in den letzten Jahren großen Zulauf hatten, wollten wir diesmal sicherstellen dass alle Helfer auch zum Schiessen kommen können - und es ist uns gelungen.

Im vom Nikolaus Letschka gerichteten Vorraum des Schützenhauses hat sich eine nette und lange gesellige Runde ergeben, mit feinstem Winzersekt und Winzerglühwein aus der Pfalz, erlesene Kuchenkreationen unserer netten Kolleginnen und Ehefrauen und vielen Geschichten aus der kalten Jahreszeit. Martina Neunecker, Petra Baltruweit, Regine Voitl, Regina Wendt und andere nette Kolleginnen und Ehefrauen haben für gute Laune und volle Jahreszahltulpen gesorgt. Sibylle Wenz und Daniela Treuer waren vollzeit mit den Tickets und Datenerfassung beschäftigt, das war auch die Grundlage dafür dass alles reibungslos gepasst hat und wir die Ergebniswertung rechtzeitig zur Verfügung hatten.

Die Ergebnisse der Vorlderlader-Langwaffen auf 50m sind sehr gut gewesen: die besten 10 Schützen waren alle im sitzend aufgelegt und frei stehend mit jeweils einem 10er und einem 9er dabei, die Summenringzahl fiel bei allen über 19.1 aus - und dass ohne Probeschuss! Den Pokal hat letztendlich Lars Ritschel mit 20,5 Punkten gewonnen mit einem Abstand von 0.1 Ringen vor Bodo Binder (20,4) gefolgt vom Eligius Wajda (19,9). Natürlich war das auch der Verdienst unserer Standbetreuer Roger Armbruster, Eberhard Wind und Andreas Neunecker die mit perfekten Laborierungen und wunderbarer Büchsenmacher-Erzeugnissen die Grundlagen der guten Ergebnisse geschaffen haben.

Auf 25m waren die Ziele näher, dafür war aber das einhändige Schiessen der schweren Waffen doch anspruchsvoller; in der Kombination Perkussionspistole und Perkussionsrevolver hatte man sehr unterschiedlich zu schiessende Modelle aus den 1860ern (sogar das Original von Ulli war dabei). Die besten 10 hatten doch die erforderliche Schiesstechnik beherrscht: die Summenringzahlen bewegten sich alle über 16.2 - also alles im Schwarzen - und sehr ausgewogen zwischen den beiden Waffenarten! Den Vorderlader-Kurzwaffenpokal entschied Peter Voitl für sich mit 18.7 Ringen, denkbar knapp vor Uli Kubitza (18.6), gefolgt von Axel Wendt (18.2). Neben dem Schiessbetrieb sind doch viele interessante Fachgespräche und Debatten geführt worden, die Standbetreuer Lars Ritschel, Oliver Kräutle, Ulli Kubitza, Nezir Beganovic und Peter Voitl haben ganze Arbeit geleistet.

Mit einem KK-Gewehr auf 100m zu schiessen ist lustig, sind doch die meissten KK-Gewehrdisziplinen auf 50m eingerichtet; dass aber dies doch sehr wohl auch stehend frei geht und mindestens 9.x Ringe zu treffen sind haben Nicolas Schütt (mit Summenringzahl 18,8 der Gewinner des KK-Langwaffen Ehrenscheibe) Uli Kubitza und Gustav Hörger (beide mit 18.6) zeigen können! Die Standbetreuer Frank Jüttner und Holger Würz haben die Vereins-Sportgewehre genausestens eingeschossen und eine sehr nette und freundliche Betreuung den Schützen beschert.

Die 25m KK-Sportpistole ist unter Sportschützen sehr beliebt; dadurch sind viele gut geübte vorbeigekommen, zeigte es ich doch wieder dass zwei 10er notwendig sind um unter den Ersten zu sein: Frank Baltruweit heimste mit 20.6 Ringen die Ehrenscheibe KK-Kurzwaffe ein - vor Katja Perras (20.4) und Michael Klittich (20.0). Die Standbetreuer Roland Seebold, Michael Klittich und Bodo Binder sorgten dafür, dass es kein Stau gab und jeder zu seinem Spass kommen konnte.

Wie immer hatten wir alle auch den Riesengaudi am FieldTarget-Stand genossen. Dort gab es kleine Stahlziele zwischen 3m und 25m, die mit 10 Diablolos aus Zielfernrohr-Luftgewehren verschossen umgeklappt werden mussten. Die Herausforderung waren nicht nur die kleinen Enten auf 25m sondern auch die widerwillige Füchse auf 3m, denn sie stehen immer wieder auf und dann ist der Punkt verloren, obwohl man eigentlich getroffen hat (da ist das Geheimnis zu lüften wo man genau treffen muss). Die Standbetreuer Rolf Schill, Ralf Fritsch und viele andere jüngeren Schützenkollegen haben es richtig spaßig und spannend gestaltet - und dabei auch die Jugendkasse schwerer bekommen. Bester ist Reinhard Knaus mit 27 Punkten gewesen, denn er hat seine Diabolos gekonnt ud taktisch überlegt ins ziel gebracht.

Immer wieder kam die Pressefreiheit zu Geltung und es wurde auch mit Forokareas geschossen: Axel Wendt, Frank Herholz, Roland Seebold und andere haben schöne Bilder für die Ewigkeit eingefangen.

Nach einem schnellen Abbau trafen wir uns alle im Saal der Gaststätte, wo wir uns zunächst den leckeren Gerichten vom Viktor und seinen Köchinnnen gewidmet haben. Roland hat wie üblich ein paar schöne Worte an die Versammlung gerichtet und läutete die Ehrungen ein. Um 14:00 haben wir mit den besten 10 Vorderladerschützen den Höhepunkt des Festes gefeiert und die Dreikönigs-Ehrenscheibe ausgeschossen. Mit meiner frisch geputzten Unterhammer- Perkussionspistole mit sehr feinem Abzug haben sich die Schwarzpulverkünstler um die kürzeste Entfernung zum Zielpunkt bemüht. Bodo Binder hat es auf 85mm gebracht, ich habe es um Einiges besser machen können und auf 57mm bringen können. Das war der richtige Ansporn für Hartmut Frick, denn er hat noch prompt 5mm reduzieren können und ist mit 52mm der Sieger geworden - und darf nun nächstes Jahr eine schöne Scheibe stiften!

Es war ein sehr nettes Fest zum Jahreseinklang, fast ganz so wie wir uns das Event gewünscht haben (wir haben zu wenig gesungen)! Vielen herzlichen Dank an die Helferinnen und Helfer für das Geleistete, tragen sie doch entscheidend zum guten Gelingen einer solchen Veranstaltung bei! Obwohl bei Temperaturen unter Null war uns allen warm ums Herz und ich freue mich besonders darauf, auch nächstes Jahr, unser Dreikönigsfest zu organisieren!