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Die SG Pforzheim feiert das traditionelle Neujahres- und Dreikönigsfest!

Am 6. Januar war es wieder soweit: nach langjähriger Tradition hat zum 46. Mal das Neujahres- und Dreikönigsfest der Schützengesellschaft Pforzheim stattgefunden.

Das Wetter bescherte uns am frühen Morgen etwa -7°C und somit konnte das feine Winzergebräu aus dem duftenden Glühweintopf die knapp 40 Teilnehmer und deren Begleiter wohltemperiert aufwärmen. Zur guten Laune und dem Wohlbefinden aller haben aber auch die 3 Sorten Sekt sowie die vorzügliche Gebäck- und Kuchenauswahl unserer Helferinnen und Helfer beigetragen!

Leider haben wir der Witterung geschuldet einige der langjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer an die Erkältungwelle verloren, und so haben dieses Jahr nur 40 Schützen das Ziel ins Auge gefasst; hiervon haben 36 ihre Ergebniszettel für die Wertung abgegeben – den anderen 4 danken wir für die Spende! Diese Teilnehmerzahl fiel hiermit niedriger als letztes Jahr aus, jedoch war dies der bombigen Stimmung nicht anzumerken!

Und nun zum Sportlichen. Die Gäste durften zunächst das Neujahres-Schiessen in den Kleinkaliberdisziplinen zelebrieren: im einhändigen Schuss mit Kleinkaliber Pistolen auf 25m sowie mit dem Kleinkaliber Diopter-Gewehr auf 100m im Sitzen und frei stehend!

Diesmal haben sich die Ehrenscheibengewinner von den Zweit- und Drittplazierten nur wenig distanziert: der frühere Tontauben-Weltmeister Frank Flumm hat mit einem 10,1 Treffer die von Udo Prütz gestiftete KK-Langwaffen-Ehrenscheibe gewonnen, gefolgt von Peter Schäfer (9,7) und Stephan Stathel (9,3).

Die von Philipp Schlosser gestiftete und mit frivolen Farben bemalte KK-Kurzwaffen-Ehrenscheibe wurde mit einem 9,9er Treffer von unserem Schiessleiter Vorderlader-Kurzwaffen Emil Treuer gewonnen – denkbar knapp vor Stevan Iles und Stefan Nitschke (beide mit 9,6 Ringen).  IMG 20260106 135324008 HDR

Hohe Ehre gilt Sportlerinnen, die sowohl Lang- als auch Kurzwaffe vorzüglich beherrschen. Mit 2 gut gezielten Schüssen gelang es Stefanie Petervari sowohl mit dem KK-Gewehr als auch mit der KK-Pistole eine Traum-Punktesumme von 20,8 zu erzielen und entschied den von Peter Voitl gestifteten KK-Jahreswanderpokal für sich, in Summe mit einem geringen Vorsprung von jeweils 0,6 Ringen vor Stefan Nitschke und 1,6 Ringen vor Dietrich Schefer.

Die Gäste - im übrigen nicht alle aktive Sportschützen - haben anschließend das traditionelle Dreikönigschiessen gefeiert: mit Vorderladerwaffen aus dem 19. Jahrhundert, allesamt mit Schwarzpulver und Bleigeschoss geladen und mit Perkussionszündung befeuert. Die Herausforderung war, auf 50m mit Gewehren und auf 25 mit Pistole und Revolver die Scheibenmitte zu treffen.

Stefan Nitschke hat es mit einem guten Ergebnis von 19,7 vorbildlich geschafft und den 1989 von Jürgen Hirschmann gestifteten Vorderlader-Langwaffenwanderpokal für sich entschieden – vor unserem Sportlichen Leiter Peter Voitl (18,3) und vor dem Co-Schiessleiter Pistole Peter Schäfer (18,1).

Die kunstvoll gearbeitete Unterhammer-Duell-Pistolen aus dem XIX-Jahrhundert und die Perkussionsrevolver aus der Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs boten die Gelegenheit, gut gezielte Rundkugeln ins 25m entfernte Ziel zu schicken, denn hier galt es mit beiden Waffenarten das beste Ergebnis zu erzielen; unserem Schiessleiter Luft- und Freie Pistole Stephan Stathel gelang dies mit einem guten Gesamtergebnis von 19,9 - er gewann den 1989 von Gerhard Walter gestifteten Vorderlader-Kurzwaffenwanderpokal (0,7 Ringe besser als Daniel Renneberg und 1,5 Ringe besser als Ralf Fritsch). 

Wie auch letztes Jahr wurden die jeweils 10 besten Vorderlader-Sportler in je Kurz- und Langwaffen mit wertvollen Trophäen geehrt: historische Silbermünzen aus vergangenen Jahrhunderten. Unser Schriftführer und Numismatiker Bodo Binder hat 20 besondere Silberstücke aus dem deutschem Kaiserreich zusammengetragen und gespendet: dieses Jahr gab es 2 Siegestaler von 1871 für die erstplatzierten, 4 Kaiser Wilhelm 2-Mark Stücke für die 2. und 3. Plätze und 14 halbe Markstücke für die 4.- bis 10.-Platzierten. Die strahlenden Sieger dankten dem Edelmetall-Fachmann für diese schönen Gaben.

Nach der mit schöner Dichtung geschmückten Eröffnungsrede unseres Sportleiters und Helfers Peter Voitl - und in kleinerer Runde - kam die finale sportliche Krönung des Tages, nämlich das Schiessen auf die Vorderlader Dreikönigs-Ehrenscheibe, dieses Jahr von unserem neuen Pistolen-Schiessleiter-Gehilfen Dietrich Schefer gestiftet. Hierzu wurden die besten 10 Vorderladerschützen der beiden Waffengattungen (lang und kurz) herausgefordert, mit einer Tatham & Egg Steinschlosspistole aus dem Empire des späten XVIII. Jahrhunderts mit geringstem Abstand zum exzentrisch markierten Punkt auf die Ehrenscheibe zu treffen. Die Ehrenscheibe hatte es in sich: eine Scheibe, die ihrerseits eine seitlich perspektivisch abgebildete Scheibe darstellte. Schwierig , aber für die wahren Sportler war es nichts Unmögliches: Stevan Iles, eigentlich kein Vorderlader-Schütze (aber wohl ein Vorderlader-Künstler) hat es mit sagenhaften 0.5cm (weniger als Kalibergröße) in den designierten Treffpunkt geschafft! Mit 4cm Abstand (weniger als der 10er Zentrumsring einer normalen 25m-Scheibe) hat Nadine Baltruweit auch bewiesen dass die Steinschlosspistole doch präzise zu schiessen ist, zumal die bekanntlich eine relativ verzögerte Zündung aufweist. Mit einer 7cm Entfernung zum Punkt hat Stefan Nitschke den 3. Platz der Rangliste errungen.IMG 20260106 WA0015

In den letzten Jahren hat sich ein Rahmenprogramm etabliert, in dem abwechselnde Herausforderungen mit dem Zielfernrohr-Luftgewehr zu meistern sind. So konnten unter der Leitung unseres Pistolen-Schiessleiters Rolf Schill und seiner Gehilfen interessierte Sportler auf ihre Kosten kommen und einen eigenständigen Wettbewerb fahren, die 12er Scheibe auf dem 25m-Stand zu treffen. Weiter als die üblichen 10m, Wind und Wetter ausgesetzt, eine Sache die nur Könner meistern. Hie hat Nadine Baltruweit geglänzt, die Scheibe bot nach 10 Schuss ein etwas ausgefranstes Loch in der Mitte an. Die weiteren 9 Gewinner konnten diverse Kunst-Sachpreise mitnehmen. 

Der Schluss der Schiesszeit wurde dieses Jahr mit einer kleiner Böllerdarstellung an dem Bogenplatz geläutet - eine zünftige und mit Rauchschwaden geschmückte Unternehmung unseres Bogenschiessleiters Björn Karl!

Die gelungene Veranstaltung nahm gegen 15:00 Uhr ihr Ende. Der Organisator Emil Treuer - aber auch alle Anwesenden - sprechen einen besonderen Dank den 26 Helferinnen und Helfer aus. Die Schiessaufsichten und Vorderladerständebetreiber nahmen 6 Stunden (und weitere für das Putzen der Waffen) in Kauf um den Sportlern ein schönes Erlebnis zu ermöglichen. Die leckere Backkunstbegleitung mit Wohlgefühl als auch die Kassen- sowie Auswertungsarbeit hat durch das Engagement und die freundliche Ausstrahlung unserer Helferinnen und Helfer zum guten Gelingen des Festes beigetragen – auch ein Riesendank hierfür!  

Wir wünschen hiermit nochmal allen Teilnehmerinnen, Teilnehmer und deren Familien und Freunden ein gutes neues Jahr, stets Gut Schuss und ein warmes "Auf Wiedersehen" beim Neujahres- und Dreikönigschiessen am 6. Januar 2027!

Text von Organisator Emil Treuer, Fotos Stefan Nitschke und Frank Herholz

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Frohe Weihnachten

"Wir wünschen euch eine friedvolle Weihnachtszeit und möge euer neues Jahr gefüllt sein mit Licht, Liebe und Gesundheit!"

SG Pforzheim 

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© Schützengesellschaft Pforzheim 1450 e.V 2013


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